IRA ATARI + FUCK ART LET’S DANCE!

Ira_Atari_Press_2014__Stefan_Lozar_002Der Schlachthof Kassel beschert uns die Audiolith-Acts IRA ATARI sowie FUCK ART LET‘S DANCE. Yay!

IRA ATARI

Den Namen „Ira Atari“ verband man bisher mehr mit „Atari“ als mit „Ira“.
Das soll sich jetzt ändern, denn Ira steckt mit ihrer aktuellen EP „Heroes“ neue Routen ab.
Stilistisch werden neue Wege eingeschlagen und auch live gibt es Veränderung.
Ira ist vor zwei Jahren von Kassel nach Berlin gezogen um die Neustart-Taste zu drücken. Das spiegelte sich damls schon damals deutlich in ihren Texten wieder. Songs wie „Wish I had“ von ihrem Debut „Shift“ waren zwar tanzbare Partyhits, erzählten aber beim näheren Zuhören von ernsten Lebensgeschichten. Genau da knüpft Ira jetzt mit der EP „Heros“ an, denn diese Stimmung wird jetzt auch soundtechnisch umgesetzt. Ein Blick in die Zukunft von Ira Atari ist „Heros“ definitiv. Und während die BPM ein wenig runtergeschraubt werden, tritt Ira in neuer Besetzung live aufs Gaspedal.

Neuzugang ist Schlagzeuger Bernhard, der bei der Platte mitgeschrieben und -produziert hat. Der ist jetzt auch auf Tour mit dabei und steht Ira mit treibendem Drumset zur Seite.
Mit dem neuem, catchy 80er Sound klingt die Kombination von analogen Drumset und Synthesizern schon fast magisch – Könnte aber auch an der Energie liegen, die sich die beiden auf der Bühne gegenseitig um die Ohren hauen..
Singt Ira in der Textzeile „I lost my heart to a drummer“ vielleicht über Bernhard?

FALD

Hamburg ist geplatzt. Wer 2013 einen Blick in die Zeitung geworfen hat, wird es wissen. Geplatzt. Und zwar nach innen, mal wieder implodiert, sozusagen. Wohin hätte der Druck auch entweichen sollen, viel zu gedrungen ist die Stadt. Viel zu gewöhnt auch daran, mit der Enge umzugehen.
Es ist kein Wunder, dass die relevanteste Popmusik des Landes aus dieser Stadt kommt. Und damit seien nicht die Altvorderen gemeint, nicht Tocotronic, Die Goldenen Zitronen und Blumfeld. Mit denen verbindet FUCK ART, LET’S DANCE! wenig. Einzig der für Hamburg scheinbar charakteristische Zug von Melancholie wäre zu nennen, dem FUCK ART, LET’S DANCE! seit ihrer Gründung 2009 ein überfälliges Update verpassen. Und der Live plötzlich keine bedeutende Rolle mehr spielt, weil es eben doch darum geht, sich euphorisch dem Moment hinzugeben – selber ein bisschen zu platzen, vielleicht.